
Wer knabbert da am Spargel?
Die Spargelzeit hat begonnen. Unser Team auf dem Spargelhof hat die ersten Stangen Bleichspargel aus dem Boden gestochen. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass sie nicht die einzigen sind, die sich für den Spargel interessieren. Durch die Erddämme schlängeln sich kleine Tunnels. Hier waren Mäuse am Werk.
Dass sich Mäuse bei den Spargeln einnisten, komme immer wieder vor, erklärt Produktionsleiter Piotr Koziel. Die kleinen Nager sind aber nicht primär wegen dem Gemüse da. Es ist die Wärme, die sie anlockt. Damit unsere Spargeln schneller wachsen/reifen, werden die Spargeldämme nämlich mit Folien abgedeckt. Scheint die Sonne auf diese Folien, wird es darunter wohlig warm.
Prima Klima für Mäuse. Und etwas zum Knabbern haben sie auch noch. Auch wenn die Mäuse nicht von den Spargeln angelockt wurden, sagen sie trotzdem nicht nein zu einem Snack. Gross ist der Schaden, den die Tierchen angerichtet haben, nicht. Ein paar Stangen hier und da am Rand des Feldes hat’s aber erwischt.
Die unliebsamen Dammbewohner wieder loszuwerden ist zum Glück eine leichte Angelegenheit. Sobald die Spargelfolien bewegt werden und/oder die Ernte richtig beginnt, wird es den Mäusen zu ungemütlich. Sie nehmen freiwillig Reissaus.
Weitaus schlimmer als die Mäuse sind der Spargelkäfer und die Spargelfliege.
Ein paar Spargel-Fakten
In Rafz bauen wir auf je 11 Hektaren weisse und grüne Spargeln an. Man kann aus der gleichen Pflanze weisse und grüne Spargeln ziehen. Wenn nötig, können wir darum auch unsere Felder umstellen. Es gibt aber Spargelsorten, die sich besser für das eine oder das andere eignen. Mehr in unserem Spargel ABC.
Dieses Jahr rechnen wir mit einer Erntemenge von rund 210 Tonnen. 2024 gaben die Felder rund 170 Tonnen her - eher wenig wegen starkem Niederschlag im Frühling.
Auf dem Spargelhof ist während der Spargelsaison ganz schön etwas los. Rund 50 Mitarbeitende sind auf dem Feld zugange. Etwa 20 Personen arbeiten in der Halle, um die Spargeln für den Verkauf vorzubereiten. Apropos Verkauf: Nur etwa 30% unseres Ertrags verkaufen wir in unseren Hofläden. Der Rest geht an die Gastronomie oder an externe Partner.
Auch unseren Spargel bauen wir - soweit es geht - regenerativ an.
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